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Informationen zum Sport

 
 
 

E-Hockey
E-Hockey (Elektrorollstuhl-Hockey) ist eine Behindertensportart, welche bereits seit einigen Jahren in der Schweiz ausgeübt wird. Heute gibt es in den Kantonen Aargau, Bern, Waadt, Luzern, Solothurn, St. Gallen und Zürich Mannschaften/Vereine. Frauen und Männer spielen in gemischten Teams, Al-terskategorien-unabhängig. Spielberechtigt sind körperbehinderte Menschen, welche im Alltag auf einen Elektrorollstuhl angewiesen sind und dadurch keine andere Teamsportart ausüben können. Gespielt wird nach einem international gültigen, spezifisch erstellten Regelwerk. Ein Team besteht aus vier Feldspielern und einem Torhüter. Wobei mindestens zwei Spieler mit Festschläger gleichzeitig auf dem Feld sein müssen. Je nach Behinderung wird mit einem gewöhnlichen Unihockeyschläger (Freischläger) oder mit einer am Elektrorollstuhl montierten, speziell konzipierten Schaufel (Festschläger) gespielt.

 

Faszination E-Hockey
E-Hockey ist eine schnelle, variantenreiche Spielsportart. Teamarbeit, aber auch individuelle Fähigkeiten zeichnen ein attraktives Spiel aus. Gelungene Spielzüge, erfolgreiche Aktionen sowie Tempo sind die Markenzeichen. Dabei steht Fairplay über allem! Nur so ist es überhaupt möglich, dass verschieden stark behinderte Menschen diese Sportart ausüben können.

 

Klassifizierung
Trotzdem werden die unterschiedlichen Behinderungen berücksichtigt. Es erfolgt eine Klassifizierung mittels 4 Punkten. Die schwächsten Spieler mit Festschläger haben einen Punkt, die stärksten Spieler (Beweglichkeit, Kraft) 4 Punkte. Es dürfen maximal 11 Punkte auf dem Platz sein. Die Klassifizierung wird von speziell geschulten Ärzten oder Physiotherapeuten vorgenommen.

 

Spielablauf
Gespielt wird analog dem Unihockey auf einem Feld mit Banden als Begrenzung. Das Feld misst 26 Meter in der Länge und 16 Meter in der Breite. Dabei gibt es drei Zonen (je eine Offensiv- und Defensivzone sowie in der Mitte die neutrale Zone) und einen Torraum, in welchem sich nur der jeweilige Torwart bewegen darf. Die Spielzeit dauert 2 x 20 min. Das Spiel wird von zwei Schiedsrichtern geleitet. Die Schiedsrichter sind in der Regel Fussgänger und bringen meist schon Erfahrung vom Unihockey oder anderen Ball- und Stocksportarten mit.

 

National
E-Hockey ist mittlerweile in der Schweiz eine anerkannte Sportart unter dem Dach von Rollstuhlsport Schweiz. Wie bereits erwähnt gibt es in insgesamt sieben Städte der Schweiz, Elektrorollstuhlhockeyclubs. Zusammen bringen es die Clubs auf 12 bis 15 Mannschaften. Die Zahl der aktiven Spielerinnen und Spieler nimmt laufend zu. Heute sind es in etwa 140 aktive Sportlerinnen und Sportler. Mit diesen Zahlen wird deutlich wie hoch die Nachfrage nach einer sportlichen Betätigung auch bei Menschen mit einer schweren Körperbehinderung ist.
Bis anhin wurde jährlich der Swiss-Cup als eintägiges Turnier für alle Mannschaften veranstaltet. Der Sieger konnte sich inoffiziell als Schweizer Meister betiteln. Zudem fanden diversere kleinere (Freundschafts-) Turniere statt. Neu wird ab 2013 ein Ligabetrieb mit 4 – 5 Spieltagen eingeführt. Der Sieger über die gesamte Saison wird dann offiziell Schweizer Meister sein. Der Swiss-Cup wird dann als Cup-Bewerb gewertet.
Eine Nationalmannschaft besteht seit 2008. Sie hat mittlerweile an drei Europa- oder Weltmeister-schaften teilgenommen.

 

International
E-Hockey wird vor allem in Europa praktiziert. In Holland, Belgien, Deutschland, Finnland und Italien wird bereits seit einigen Jahren in Ligen gespielt. In Tschechien, Slowenien, Dänemark und Spanien ist die Sportart genauso wie in der Schweiz noch im Aufbau begriffen. Zudem finden in weiteren Nationen erste Entwicklungsschritte statt, sodass sich die Bewegung zunehmend vergrössert. In Nordamerika (Canada und USA) wird eine ähnliche Sportart (Powerhockey) gespielt. Dort ist in Diskussion, die Spielregeln des int. E-Hockeyverbandes zu übernehmen, damit auch sie berechtigt sind an Weltmeisterschaften teilzunehmen. Bereits mit dabei ist Australien, sodass mittlerweile in drei Kontinenten E-Hockeysport betrieben wird. Im 2-Jahresrhythmus werden Welt- und Kontinentalmeisterschaften ausgespielt.
Der internationale E-Hockeyverband (IWEHC) ist Mitglied der IWAS, dem Weltverband für Rollstuhl-sport und Menschen mit einer Amputation.

 

Finanzen
Durch den Dachverband SPV, Rollstuhlsport Schweiz wird ein grosser Teil der Aufwendungen für die Sportart übernommen. Zudem werden die Sportlerinnen und Sportler beim Material (Rollstühle) via die Pro Infirmis durch diverse Stiftungen unterstützt. Trotzdem sind dadurch die Kosten nicht vollumfänglich gedeckt. Bei schwer körperbehinderten Menschen sind die Aufwendungen für Un-terkunft, Pflege und Betreuung um einiges höher als bei selbständigeren Menschen. Und gerade in diesem Bereich, darf nicht gespart werden. Es ist ein ständiger Kampf die Mittel für die Sportlerinnen und Sportler zu erhalten und so ist die Suche nach einem Hauptsponsor und weiteren Sponsoren ein sehr zentrales Thema.

 

Ziele / Zukunft
Für die nächsten Jahre stehen klar die Konsolidierung des bisher Erreichten und die Weiterentwicklung der Organisation und der Rahmenbedingungen im Vordergrund. Daneben haben aber auch Visionen Platz, so z.B. das Erreichen der Anerkennung als paraolympische Disziplin. Die Schwerpunkte in Stichworten:
• Etablierung der Sportart in der Schweiz:
a) möglichst vielen körperbehinderten Menschen, trotz schweren Beeinträchtigungen einen Zugang zum Sport zu ermöglichen.
b) den ambitionierteren Spielern Ausbildung und Weiterentwicklung zu ermöglichen.
c) Finanzierung (Sponsoring) sicherstellen für Spielbetrieb, Lehrgänge, Material, Personal
• Einführung eines Meisterschaftsbetriebs ab 2013
• Einführung Nachwuchskonzept
• Qualifikation der Nationalmannschaft für weitere Endrunden
• Organisation einer Endrunde in der Schweiz
• E-Hockey wird eine Disziplin der Paraolympics.

 
 
 

 
 

NEWS

 
 

Alle Ergebnisse der laufenden Saison finden Sie hier!

 
 

jahresplanung 2017

 
 

Stand: Januar 2017